19

 

»Ich habe ein schlechtes Gefühl dabei«, sagte ich und betrachtete stirnrunzelnd das Wesen, das vor uns stand.

Der Dämon verzog das Gesicht. »Es war deine Idee, Liebchen, nicht meine. Also, wenn du mich nicht brauchst, kannst du mich ja zurückschicken. Ich habe noch was zu tun, Leute quälen und so.«

»Hier hat jemand wohl zu oft Fluch der Karibik gesehen.«

Noelle, die Hüterin, die Gabriel gebeten hatte, einen Dämon für uns zu rufen, stand am anderen Ende des Wohnzimmers und musterte den Dämon missmutig. Sie war ein hübscher, fröhlicher Rotschopf, eine Freundin von Aislings Mentorin Nora. Rasch und ohne großen Aufwand hatte sie einen Dämon für uns gerufen und ihn in Schach gehalten.

Valac, der Dämon, warf sich in Positur, als wir ihn alle prüfend ansahen. Ich musste zugeben, dass Noelle recht hatte, der Dämon sah aus, als wäre er geradewegs besagtem Film entsprungen, mit seinen Lederstiefeln, der Jacke, Schärpe und dem Dreispitz, der auf fettigen Dreadlocks saß.

»Damit könntest du durchaus recht haben, May«, fuhr Noelle fort. »Persönlich zu Bael zu gehen ist wahrscheinlich nicht ratsam. Magoth ist eine Sache, aber Bael... davon kann ich dir nur abraten.«

»Es mag ja nicht ratsam sein, aber wir haben keine andere Wahl, jetzt, wo Magoth die Biege gemacht hat.« Ich warf Gabriel einen Blick zu. Er stand mit verschränkten Armen da. Seine Miene war undurchdringlich. Das Stück Drachenherz in mir wollte ihn am liebsten anspringen, aber ich ignorierte das Feuer, das ausbrechen wollte, und dachte stattdessen an das, was ich Magoth am liebsten antun würde. »Dieser Bastard.«

»Er ist trotzdem mit einem Blutschwur an dich gebunden«, sagte Noelle und blickte auf meine Stirn. Ich hatte den Blutfleck noch nicht weggewischt und würde es auch nicht tun, bis Magoth seinen Schwur erfüllt hatte. »Du könntest ihn rufen, und er müsste kommen.«

»Das haben wir schon versucht. Er war so unausstehlich, dass wir der Ansicht waren, ohne ihn besser zurechtzukommen.«

»Ah. Das bringt uns auch nicht weiter«, stimmte sie zu.

»Selbst Sally war nicht besonders hilfreich - sie hat nur vorgeschlagen, wir sollten uns Chuan Ren einfach schnappen, aber die Idee behagt mir irgendwie nicht.«

Noelle schauderte. »Nein, da stimme ich dir völlig zu.«

»Alles in allem sind wir also ohne Magoth besser dran. Außerdem hat er Sally mitgenommen, und ehrlich gesagt bin ich froh, sie beide los zu sein.« Ich holte tief Luft und wappnete mich für das, was uns bevorstand. »Bereit, Gabriel?«

Er legte mir den Arm um die Taille, und die Wärme seiner Nähe drang mir tief unter die Haut. »Wir wollen es hinter uns bringen.«

Das Stück Drachenherz wollte aufbegehren, deshalb nickte ich Noelle zu. »Tu es.«

»Dämon Valac, ich befehle dir, May und Gabriel zu Bael zu bringen, ohne ihnen Schaden zuzufügen. Nach vollendeter Mission werde ich dich freilassen«, sagte Noelle und blickte den Dämon dabei eindringlich an.

Er verzog das Gesicht. »Ich soll Kurier spielen? Mehr hast du nicht von mir gewollt? Hast du eine Ahnung, wie viel ich zu tun habe? Ich komme zu spät, nur weil du von mir verlangst, zwei Drachen nach Abbadon zu bringen! Ich bin ein wichtiger Dämon! Ich bin dritter Klasse!«

»Ich bin eigentlich kein Drache«, warf ich ein.

»Ach nein?«, fragte er und blickte mich einen Moment lang überrascht an. »Du siehst aber aus wie einer. Außerdem riechst du so. Bist du sicher, dass du kein Drache bist?«

»Ziemlich sicher. Ich bin eine Doppelgängerin«, stellte ich klar. Seine Äußerungen erschütterten mich mehr, als ich zugeben wollte. Eine kleine Rauchwolke stieg aus meinem Mund auf und verwehte vor meinen erstaunten Augen. Ich presste die Lippen fest zusammen. Panik stieg in mir auf.

Gabriel legte den Arm fester um mich. »Das ist jetzt nicht wichtig, mein kleiner Vogel. Lass uns weitermachen. Je eher wir Chuan Ren haben, desto schneller können wir Abbadon hinter uns lassen.«

Am liebsten hätte ich Gabriel widersprochen, weil es in der Tat sehr wichtig für mich war, aber er hatte ja recht. Wir sollten das Schlimmste schnell hinter uns bringen. So beschränkte ich mich darauf, im Geiste darüber zu murren, dass Magoth sein Wort nicht hielt, stellte aber auch das ein, als Noelle dem Dämon auftrug, ihrem Befehl zu gehorchen.

»Na gut«, giftete Valac und packte mich am Handgelenk.

»Aber wenn du das nächste Mal einen Kurier brauchst, hol dir einen Diener der niederen Sorte. Ich habe keine Zeit für solche Spielchen!«

Wenn ein Dämon mich nach Abbadon brachte, musste ich mich oft übergeben, wenn ich dort ankam, weil mir übel wurde, wenn ich durch den Stoff der Zeit gezerrt wurde. Aber dieses Mal lieferte Valac uns beide wohlbehalten ab. Mir war lediglich ein wenig schwindlig.

»Ich sage dem Sekretär des Gebieters Bescheid, dass ihr da seid, aber erwartet nicht zu viel. Er empfängt niemanden ohne festen Termin«, sagte Valac und marschierte aus der Tür.

»Geht es dir gut?«, fragte ich Gabriel. Er wirkte völlig unbeeindruckt von dem, was uns gerade widerfahren war. Er zog leicht die Augenbrauen hoch. »Natürlich. Warum nicht?«

»Nun...« Ich runzelte die Stirn. Auch meine Gliedmaßen zitterten nicht so wie sonst, wenn ich in Abbadon ankam.

»Normalerweise ist die Reise hierher ein bisschen haarig.«

Er zuckte mit den Schultern. »Drachen leiden nicht so wie Menschen. Sollen wir um Audienz bei Bael bitten, oder sollen wir uns darauf verlassen, dass uns der Dämon anmeldet? Ich neige eher dazu, selbst nachzufragen. Dem Dämon traue ich nicht.«

Ich folgte ihm, wobei ich rasch noch das Feuer austrat, das um mich herum aufflackerte.

»Guten Abend«, sagte Gabriel zu einem jungen Mann, der mit einem Notizblock in der Hand auf einem vornehmen Flur stand und Punkte auf einer Liste abhakte. »Ich bin der Wyvern der silbernen Drachen und das ist meine Gefährtin. Wir möchten Bael sprechen.«

Der Dämon schien von unserer Anwesenheit nicht besonders beeindruckt zu sein. »Ich kann mich nicht erinnern, einen Termin mit den silbernen Drachen gemacht zu haben. Darf ich fragen, ob Ihre Verabredung auf dem üblichen Weg vereinbart wurde?«

Gabriel wollte gerade antworten, als ich vortrat. »Nein, dürfen Sie nicht«, erwiderte ich, erschrocken über meine Unhöflichkeit, gleichzeitig aber erbost über einen Untergebenen, der glaubte, er könne uns herumschubsen. »Sagen Sie Bael, dass wir hier sind und ihn sprechen wollen.«

Der Dämon kniff seine blauen Augen zusammen. »Ihr seid doch Lady Magoth, nicht wahr? Nun gut, ich werde seine Lordschaft informieren, dass Sie hier sind, aber ich möchte Sie darauf hinweisen, dass Sie im Moment nicht allzu hoch in unserer Gunst stehen.«

»Sie können sich Ihr königliches Wir sonst wo hinschieben«, erklärte ich dem Dämon. Kaum waren die Worte heraus, schlug ich mir erschrocken die Hand vor den Mund und blickte Gabriel entsetzt an.

Er wirkte auch ein wenig überrascht. »Geht es dir gut?«

Ich spreizte die Finger. »Ich weiß nicht. Ich habe beinahe Angst, den Mund aufzumachen. Habe ich das gerade tatsächlich gesagt?«

»Ja.« Er blickte mich besorgt an. »Vielleicht hat dich die Reise mitgenommen.«

Ich schüttelte den Kopf. »Mir geht es gut«, erwiderte ich. »Mir ist noch nicht einmal übel, wie sonst, wenn ich hierhergerufen wurde, ich bin nur ein bisschen... frech.«

»Hmm.« Er musterte mich nachdenklich, drehte sich dann aber um, als der Dämon wieder zurückkam.

»Wir sind jetzt bereit, Sie zu sehen«, sagte der Dämon herablassend.

»Wenn du willst, rede ich für dich«, erklärte Gabriel. Seine Hand lag warm und beruhigend auf meinem Rücken, als wir auf die Flügeltür zugingen, die der Dämon für uns geöffnet hatte. »Ich möchte deine Gefühle nicht verletzen, aber wenn du dich der Situation nicht gewachsen fühlst, ist es vielleicht besser, wenn ich rede.«

»Das ist in Ordnung«, sagte ich und rang um Fassung, als wir Baels Büro betraten. Er stand lässig neben dem Kamin und hielt Papiere in der Hand, die er aufmerksam studierte. Sein Gesicht verriet mildes Interesse, als er aufblickte. Er sah anders aus als beim letzten Mal. Heute hatte er blonde Haare und Sommersprossen und ein lang gezogenes, für Engländer typisches Gesicht mit blassgrünen Augen. Nur die Aura der Macht, die die Luft zum Knistern brachte, war dieselbe.

Gabriel verbeugte sich höflich. »Ich bin Gabriel, Wyvern der silbernen Drachen. Das ist meine Gefährtin May.«

»Was willst du von mir?«, fragte Bael mich. Ich biss die Zähne zusammen, damit ich nicht irgendetwas Unpassendes sagte.

»Wir glauben, Sie haben einen meiner Kollegen hier, einen Wyvern namens Chuan Ren. Wir würden gerne über ihre Freilassung verhandeln...«

»Ich habe nicht mit dir gesprochen, Drache«, unterbrach Bael Gabriel. Seine Augen waren kalt. »Was will Magoths Gemahlin von mir?«

»Ich spreche mit Einwilligung meiner Gefährtin«, sagte Gabriel und trat vor mich, damit Bael mich nicht mehr anschauen konnte.

Die Luft wurde dicker, als Bael die Papiere weglegte und sich uns zuwandte. Der gesunde Teil meines Verstands verlangte von mir, mich sofort in die Schattenwelt zurückzuziehen, aber dieser Teil wurde überstimmt von dem Stück Drachenherz, das mich bewog, vor Gabriel zu treten und Bael furchtlos anzublicken.

»Gabriel und ich denken dasselbe, deshalb kannst du seine Worte als meine betrachten. Wir wollen mit dir über Chuan Rens Freilassung verhandeln.«

Bael schwieg einen Moment.

»Leugnest du etwa, sie hier zu haben?«, fragte ich. Er hatte ja anscheinend ein ziemliches Geheimnis aus ihrer Anwesenheit gemacht, und ich fragte mich, ob er es uns gegenüber so einfach zugeben würde.

Bael trat an einen großen Schreibtisch aus Walnussholz und drückte einen Knopf auf einem Telefon. »Dillard, hol den Wyvern.«

Ich entspannte mich ein wenig und wechselte einen erleichterten Blick mit Gabriel.

»Welchen Preis verlangen Sie für ihre Freilassung?«, fragte Gabriel.

»Sie steht nicht zum Verkauf.«

»Alles hat einen Preis«, entgegnete Gabriel.

»Das stimmt. In diesem Fall jedoch ist der Preis selbst für einen Drachen zu hoch«, sagte Bael. »Und da ich weiß, dass du die Frage danach stellen wirst, kann ich dir mitteilen, dass du dafür deine Gefährtin opfern müsstest.«

»Das kommt nicht infrage«, sagte Gabriel, noch bevor ich etwas erwidern konnte.

Bael lächelte, und ich dankte dem Himmel, dass wir unsterblich waren. »Wie gesagt, der Preis ist zu hoch für dich. Ich will dir jedoch erlauben, einen Blick auf meine Neuerwerbung zu werfen. Ah. Da ist sie ja.«

Chuan Ren betrat den Raum. Zumindest nahm ich an, dass sie es war - sie war chinesischer Abstammung, groß, mit glatten schwarzen Haaren und Augen, die vor Wut glühten.

Sie zischte irgendetwas auf Chinesisch, das sicher keine Nettigkeit war, aber dann bemerkte sie uns, und ihre Wut richtete sich gegen Gabriel.

»Du!«, schrie sie und ging auf ihn los. »Ich hätte wissen sollen, dass du hinter allem steckst. Du warst ja schon immer scharf auf diesen Einfaltspinsel, diese Aisling. Du hast immer so getan, als würdest du auf Fiat hören, aber das war gelogen, alles gelogen!«

»Hey!«, sagte ich irritiert und ballte die Fäuste, um zu verhindern, dass das Drachenfeuer ausbrach. »Gabriel ist nicht scharf auf Aisling, und er lügt auch nicht.«

Sie warf mir einen vernichtenden Blick zu. »Ich kenne dich nicht. Zu welcher Sippe gehörst du?«

»May ist meine Gefährtin«, sagte Gabriel mit undurchdringlicher Miene. Er verfügte wirklich über eine bewundernswerte Selbstbeherrschung. Ich hätte zu gerne meine übliche Gelassenheit gezeigt, aber es gelang mir nicht.

»Eine Gefährtin? Das ist nicht möglich. Du lügst.« Sie wandte sich an Bael, der gegen den Schreibtisch gelehnt dastand und uns mit mäßigem Interesse beobachtete. »Ist das eine neue Form der Folter, die du ersonnen hast? Das werde ich dir nicht verzeihen. Ich werde es dir mit gleicher Münze heimzahlen.«

»Phh. Das ist also die Belohnung für meine Großherzigkeit, dir zu erlauben, deine Freunde zu sehen«, sagte Bael.

»Das sind nicht meine Freunde. Bring mich entweder jetzt um oder lass mich in Ruhe. Ich habe keine Lust, mich derartig missbrauchen zu lassen! Du wirst der Erste sein, der meine Rache in voller Wucht zu spüren bekommt!«, schrie sie und marschierte zur Tür.

Bael blickte uns an. »Seid ihr sicher, dass die hier freigelassen werden soll? Ihr habt nicht zufällig eher an einen Zorndämon oder einen Behemoth gedacht? Jemand mit ein bisschen mehr Charme und weniger gefährlich?«

Chuan Ren wirbelte herum, und zuerst dachte ich, sie würde sich auf Bael stürzen, aber dann begriff sie, was er gesagt hatte.

»Ihr wollt mich befreien?«, fragte sie Gabriel in einem etwas weniger feindseligem Tonfall.

»Dein Sohn hat uns darum gebeten«, antwortete Gabriel und blickte Bael an. »Aber es sieht so aus, als ob die Verhandlungen ins Stocken geraten wären.«

»Verlangst du zu viel Gold für mich?«, fragte sie und beäugte Bael wie eine Katze eine Maus, die sich tot stellt. »Willst du einen Schatz von unermesslichem Wert? Nun gut. Er wird das übernehmen.« Dabei zeigte sie auf Gabriel.

»Davon träumst du wohl«, murmelte ich und trat das Feuer aus, das um mich herum aufflammte.

Bael schwieg, beobachtete uns aber mit hochgezogenen Augenbrauen.

»Deine Gefährtin hat von nichts eine Ahnung«, sagte Chuan Ren höhnisch zu Gabriel. »Genauso wie die blöde Gefährtin dieses Idioten Drake.«

»Ich bin nicht so ahnungslos, wie du glaubst«, erwiderte ich und setzte ihre Haarspitzen in Brand.

Gabriel schubste mich. Seufzend löschte ich die Flammen. Meine Finger schmerzten, weil die Drachenkrallen nach außen drängten.

»Der Preis, den Bael verlangt hat, ist nicht mit Gold zu bezahlen und nicht akzeptabel. Ich hoffe jedoch, dass wir etwas anderes aushandeln können.«

»Nicht mit Gold?« Chuan Ren blickte Bael verächtlich an.

»Welchen Preis hast du denn für mich angesetzt, wenn nicht Gold?«

Bael spielte mit einem beinernen Brieföffner, der auf dem Schreibtisch gelegen hatte. »Mein Standardpreis ist immer das, was der betreffenden Person am wertvollsten ist. In diesem Fall müsste die silberne Gefährtin geopfert werden.«

»Pah«, sagte Chuan Ren. »Wir sind mit dem Preis einverstanden. Nimm die Frau und lass mich gehen.«

Sie wandte sich zur Tür, als sei der Handel beschlossene Sache.

»Ich bin mit dem Preis nicht einverstanden«, sagte Gabriel.

Chuan Ren bedachte ihn mit einem bösen Schimpfwort.

»Du wagst es, meinen Gefährten so zu beleidigen«, schrie ich.

Plötzlich war ich zu wütend, um noch diplomatisch zu sein.

Chuan Ren fuhr herum. »Du wagst es, mit einer höher stehenden Person so zu sprechen? Geh mir aus den Augen, bevor ich dir beibringe, wie man mit einem Wyvern zu sprechen hat.«

»Da habe ich Neuigkeiten für dich - du bist nicht mehr Wyvern. Jemand anderer führt jetzt die roten Drachen an.«

»May, es reicht«, wies Gabriel mich in die Schranken. Er ergriff mich am Arm und zog mich zu sich heran. Sein Gesichtsausdruck war seltsam, ein Mischmasch aus Erheiterung, Vorsicht und Misstrauen.

»Was ist los?«, fragte ich ihn.

Seine Lippen zuckten. »Du hast geschrien. Ich habe dich noch nie schreien hören.«

»Sie hat damit angefangen«, sagte ich und zeigte auf Chuan Ren. Wieder stieß sie ein Schimpfwort aus, dieses Mal an meine Adresse gerichtet, und da riss mir der Geduldsfaden.

Schon in der nächsten Sekunde hatte ich mich quer durch den Raum auf Chuan Ren gestürzt, und meine roten Krallen bohrten sich tief in das weiße Fleisch an ihrem Hals. »Ich bin die Gefährtin des silbernen Wyvern. Wie kannst du es wagen, mir gegenüber einen solchen Tonfall anzuschlagen?«

Feuer loderte in ihren Augen, als Silberschuppen sich auf meinen Händen und Armen ausbreiteten. Sie wehrte mich ab, aber ich packte ihre Haare und zog sie mit mir, und wir wälzten uns durch das Zimmer.

Sie knallte meinen Kopf auf Baels Schreibtisch, und ich brüllte vor Wut laut auf. Feuer flammte um uns auf, als ich sie zu Boden schickte. Sie schlug mit ihren Krallen nach meinem Gesicht, aber ich war zu schnell für sie und rammte ihr meine Faust in die Kehle. Sie trat mir in den Bauch und blies ihr Drachenfeuer auf mich. Ich wollte es ihr gerade gleichtun, als Gabriel mich von ihr wegriss.

Ich beugte mich keuchend vornüber, mein ganzes Sein darauf gerichtet, das Weibchen zu vernichten, das meinen Gefährten bedroht hatte - und als dieser Gedanke in meinem Kopf klare Gestalt annahm, erstarrte ich vor Entsetzen. Was tat ich hier? Ich kämpfte doch nie, außer wenn es um Leben oder Tod ging.

Ich schrie auch nie - ein Leben in Magoths Diensten hatte mich gelehrt, dass es weise war, mein Temperament im Zaum zu halten. Und jetzt dachte ich nicht nur, ich handelte auch wie ein Drache.

»Ich glaube, mir wird schlecht«, murmelte ich und wandte mich ab, um Chuan Ren nicht sehen zu müssen, die sich langsam aufrappelte.

»So amüsant das Ganze ja sein mag, ich habe keine Zeit für solche Spielchen«, sagte Bael. »Du hast meine Geduld schon genug strapaziert. Bezahl den Preis für den Drachen oder verschwinde.«

»Deine Geduld kannst du in der Pfeife rauchen, wenn du uns Chuan Ren nicht auslieferst«, sagte jemand, und zu meinem Entsetzen stellte ich fest, dass ich das war.

Ich schlug mir die Hand vor den Mund. Gabriel warf mir einen erschrockenen Blick zu. Am liebsten hätte ich mich Bael zu Füßen geworfen und ihn um Verzeihung gebeten, zugleich aber spürte ich ein überwältigendes Bedürfnis, ihm einen Fausthieb auf die Nase zu verpassen und seine Haare anzukokeln.

Bael blickte mich überrascht an. »Ermutigt Magoth seine Gattin, sich so zu benehmen?«

Ich holte tief Luft und hob das Kinn. »Magoth weiß, dass ich hier bin, und ja, er hat zugestimmt, dass Chuan Ren freigelassen wird.«

»Was du nicht sagst.« Baels Gesichtsausdruck wurde berechnend. »Ich glaube, ich habe ihn unterschätzt. Er ist wohl klüger, als ich gedacht habe. Er benutzt dich, um aus Abbadon ausgestoßen zu werden, damit er seine Macht wiedererlangt.«

»Was?«, schrie ich entsetzt.

Gabriel runzelte die Stirn. »Meine Gefährtin bittet nicht um Exkommunizierung von Magoth, sondern nur um die Freigabe des Wyvern Chuan Ren.«

»Da bin ich anderer Meinung«, erwiderte Bael. Er spielte immer noch mit dem Brieföffner. »Sie hat gefordert, dass ich einen Untergebenen für sie entlasse. Das ist eine Revolte, und da sie Magoths Gattin ist, wird er dafür bestraft. Und wie jeder weiß, ist der Preis dafür die Verbannung aus Abbadon.«

»Agathos daimon«, fluchte ich. Eine Schreckensvision stieg vor meinem geistigen Auge auf, als mir die gesamte Tragweite von Baels Worten klar wurde. »Magoth wird aus Abbadon ausgeschlossen und auf die sterbliche Welt losgelassen.«

Gabriel blickte mich stirnrunzelnd an. »Er ist doch schon in der Welt der Sterblichen. Wieso sollte ein dauerhafter Ausschluss denn schlimmer sein?«

Bael drückte einen Knopf auf seinem Telefon, und sofort erschienen zwei Dämonen. Er wies auf Chuan Ren. »Bringt sie wieder in ihre Gemächer.«

»Nein!«, knurrte sie, und ihre Augen sprühten Feuer, als die beiden Dämonen auf sie zutraten. »Ich will nicht hierbleiben! Du musst mich freilassen, ganz gleich, was es kostet!«

Gabriel und ich beobachteten schweigend, wie sie weggeschleppt wurde. Sie schrie und trat um sich. Fragend blickte Gabriel mich an.

Ich hatte einen Kloß im Hals. »Nach der Doktrin des Unendlichen Bewussten verliert ein Fürst, der dauerhaft aus Abbadon ausgeschlossen wird, die Kontrolle über seine Legionen, seinen Sitz im Rat und sein Recht, den herrschenden Fürsten in Zeiten der Not um Hilfe zu bitten.«

Gabriel zog die Augenbrauen hoch.

Bael lächelte.

Ich sank gegen die Wand, erschöpft und geschlagen. »Aber er nimmt eine Entschädigung für seine Dienste, die er in Abbadon geleistet hat, mit. Mit anderen Worten, Magoth würde auf die sterbliche Welt losgelassen mit all seinem Wissen, seinen Fähigkeiten... und seiner Macht.«

 

An jenem Abend berief Fiat eine Sitzung des Weyr ein. Es war ein viel kleineres Treffen als das vorangegangene sárkány und fand im Hinterzimmer eines Restaurants statt, das einem Drachen gehörte. Aisling und Drake waren anwesend (wobei Letzterer über die Anwesenheit seiner Gefährtin nicht allzu glücklich wirkte) ebenso wie Bastian, Fiat, und zu meiner Überraschung Kostya und Cyrene.

»Mayling!«, rief sie, als Gabriel und ich den Raum betraten.

Sie kam auf mich zugerannt, um mich zu umarmen, blieb aber abrupt vor mir stehen und blickte mich zweifelnd an.

»May?«

»Hallo, Cy. Was macht ihr beiden denn hier?«, fragte ich. Mir zog sich schmerzhaft der Magen zusammen, weil mein Zwilling so heftig darauf reagierte, dass ich mittlerweile mehr Drache als Doppelgängerin war.

»Kostya ist in der Probezeit oder so etwas Ähnliches. Er hat einen Antrag auf formelle Anerkennung gestellt, und anscheinend besagt eine der Regeln, dass er keinen Ärger anzetteln darf, deshalb ist er hier, um zu zeigen, dass zwischen uns und euch alles in Butter ist.«

Das »euch« tat weh. Cyrene hatte die silbernen Drachen immer als getrennt von mir behandelt, aber jetzt war ich offensichtlich eine von ihnen. Ich nickte kläglich und folgte Gabriel, der seinen Platz an dem langen Tisch eingenommen hatte. Das sárkány war kurz, gerade lang genug, dass Fiat erklären konnte, er habe den roten Wyvern herausgefordert und besiegt und sei jetzt der Anführer dieser Sippe.

»Oh ja, klar, ich könnte wetten, dass es so gewesen ist«, sagte Jim, der sich an Aislings Bein lehnte.

Fiat lächelte. Er hatte immer noch blaue Augen, und ich fragte mich, ob Wyvern nicht die Augenfarbe ihrer Sippe annehmen mussten. Im Geiste machte ich mir eine Notiz, Gabriel später danach zu fragen.

»Ihr könnt uns nicht aus dem Weyr werfen«, erklärte Fiat.

Ich schwieg. Gabriel hatte zu Drake gesagt, er wolle mit ihm und Aisling später sprechen, deshalb nahm ich an, dass er ihm dann erklären wollte, was sich in Fiats Haus tatsächlich zugetragen hatte.

»Wenn es keinen anderen Tagesordnungspunkt mehr gibt, dann betrachten wir dieses sárkány als beendet«, sagte Gabriel nach Fiats formeller Erklärung.

»Ich habe eine Frage«, sagte Cyrene und hob die Hand.

»Du bist weder Gefährtin noch ein anerkanntes Sippenmitglied«, erwiderte Fiat hochmütig, wobei er die Tatsache, dass er früher bereit gewesen war, Kostya anzuerkennen, einfach überging. »Du hast nicht das Recht, auf dem sárkány zu sprechen.«

»Ich bin auch eine Gefährtin. Naja, möglicherweise. Ich werde nur noch nicht so bezeichnet, weil Kostya noch nicht offiziell anerkannt ist. Aber er steht auf der Liste, und deshalb sind wir hier und dürfen auch Fragen stellen. Oder nicht?«

Sie richtete diese Frage an Gabriel. Er blickte in die Runde und erwiderte mit einem Schulterzucken: »Ich sehe da kein Problem. Der Weyr erkennt dein Recht an, auf dem sárkány zu sprechen.«

»Danke. Meine Frage ist, wie jemand, der von der einen Farbe ist, auf einmal eine andere annehmen kann. Ich meine, ich weiß, dass das bei Drake so war, aber Kostya sagt, ihre Großmutter sei ein spezieller Drache gewesen, und deshalb sei Drake die Verwandlung gelungen. Aber Fiat war blau und ist jetzt rot. Müsste dabei nicht Violett herauskommen?«

Aisling kicherte. »Das habe ich auch gedacht, aber so funktioniert es nicht. So wie ich das verstehe, sind Drachen, die Ouroboros sind, ohne Sippe, was irgendwie bedeutet, dass sie... na ja, farblos sind, sozusagen. Deshalb können sie einer anderen Sippe beitreten, ohne die lange Verwandlung von Drakes Großmutter durchzumachen. Habe ich recht, Süßer?«

Drake nickte. »Ouroboros können jeder Sippe beitreten.«

»Und sie können auch jede Sippe übernehmen«, fügte Fiat grinsend hinzu.

»Vorausgesetzt, sie haben den Wyvern tatsächlich herausgefordert«, sagte Gabriel leise.

Fiat warf ihm einen erschrockenen Blick zu, aber Gabriel hatte anscheinend einen Grund, über das, was er wusste, zu schweigen. Er blickte Fiat lediglich wissend an. Ich folgte seinem Beispiel und sagte nichts, als das sárkány schließlich für beendet erklärt wurde, und die Drachen sich erhoben.

»Irgendetwas stimmt mit dir nicht«, sagte Cyrene zu mir, als sich alle voneinander verabschiedeten. »Du machst so einen merkwürdigen Eindruck. Ist alles in Ordnung? Hat es etwas mit Neptun zu tun?«

Ich schüttelte den Kopf und umarmte sie. »Nein, Dummchen ich bin doch kein Wasserwesen. Er kann mir nichts tun.«

»Ich weiß, aber du wirkst so... daneben. Kann ich dir irgendwie helfen?«

»Nein, aber danke für deine Besorgnis.«

»Jetzt bist du aber albern. Schließlich bist du mein Zwilling natürlich mache ich mir Sorgen.« Sie biss sich auf die Lippen und blickte mich bekümmert an. »May, wünschst du dir manch mal, ich hätte dich nie erschaffen?«

Ich runzelte die Stirn. »Ich habe dir schon vor Dekaden gesagt, dass ich dir verziehen habe, dass du mich an Magoth gebunden hast...«

»Nein, das meine ich nicht. Hast du dir jemals gewünscht, ich hätte dich überhaupt gar nicht erst erschaffen?« Sie machte eine hilflose Geste. »Das hört sich jetzt irgendwie falsch an, aber du weißt schon, was ich meine. Wünschst du dir, du wärest wie ein normaler Mensch geboren worden?«

Emotionen, die das Stück Drachenherz verursachte, überfluteten mich. Wut, Liebe, Lust, Freude und Kummer mischten sich, und ich hätte am liebsten geweint.

»May?« Cyrene riss die Augen auf. Sie streckte die Hand aus und berührte meine nasse Wange mit den Fingerspitzen. »Du weinst ja. Du hast doch noch nie geweint.«

»Doch.« Verärgert rieb ich mir die Tränen aus den Augen.

»Du hast es nur nie gesehen. Ich habe geweint, als Pepper gestorben ist.«

»Pepper? Oh, dein Hund. Das war... warte mal, das muss etwa siebzig Jahre her sein, oder?«

»Ich habe im Moment ein bisschen nah am Wasser gebaut«, erwiderte ich und nahm mich zusammen. »Und nein, es tut mir nicht leid, dass du mich erschaffen hast.«

»Gut.« Cyrene zuckte mit den Schultern. »Ich dachte nur, dass dir die Sache mit Gabriel langsam über den Kopf wächst.«

»Wie meinst du das?«, fragte ich erschrocken. Hatte sie gemerkt, dass ich mich langsam in einen Drachen verwandelte? Spürte sie meine widersprüchlichen Gefühle Gabriel gegenüber? Trauerte auch sie darum, dass ich mich in dem Stück Drachenherz verlor?

»Du hattest schließlich noch nie eine romantische Beziehung zu einem Mann, und manchmal braucht man ein paar Anläufe, bevor man sich daran gewöhnt.«

Ich lächelte grimmig. »Über den romantischen Teil meines Lebens kann ich mich nicht beklagen, da kannst du ganz beruhigt sein.«

»Es freut mich, das zu hören«, sagte Gabriel hinter mir. Er reichte mir die Hand. »Ich unterbreche euch nur ungern, aber wir haben einen Termin, den wir einhalten müssen.«

Cyrene blickte uns nach, als wir gingen. In ihren blauen Augen stand deutlich die Sorge um mich, die ich ihr nicht hatte nehmen können.

»Du hast dich bestimmt gewundert, warum ich auf dem sárkány geschwiegen habe«, sagte Gabriel, als wir in seinem Wagen saßen und durch die Straßen von Paris fuhren.

»Ich habe angenommen, dass du einen Grund dafür hattest, nicht zu erwähnen, dass Fiat Bao gar nicht herausgefordert hat.«

»Du bist ebenso klug wie schön«, erwiderte er lächelnd. »Und du hast recht. Ich habe zunächst überlegt, ob ich Fiats Tat vor den Weyr bringen soll, aber nach reiflicher Überlegung bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass durch einen solchen Akt nur wenig gewonnen wäre, möglicherweise aber viel verloren.«

»Wieso denn verloren?« Ich runzelte die Stirn. »Außer Fiat wäre doch nichts verloren. Jetzt ist er wieder Mitglied im Weyr und kann euch Ärger bereiten.«

»Du hast ja Chuan Ren kennengelernt«, sagte Gabriel und zog die Augenbrauen hoch. »Glaubst du, sie lässt Fiat über ihre geliebte Sippe regieren?«

Mir dämmerte es. »Oh, ich glaube, ich verstehe deine abwegigen Gedankengänge.«

»Kompliziert ist der richtige Ausdruck, mein kleiner Vogel. Meine Gedankengänge sind kompliziert, nicht abwegig.«

Ich beugte mich vor und knabberte an seiner Unterlippe. Als das Stück Drachenherz viel, viel mehr verlangte, gebot ich ihm Einhalt. »Ich habe es als Kompliment gemeint. Du rechnest also damit, dass Chuan Ren das Problem Fiat schon auf ihre Art lösen wird, wenn sie in die Welt zurückkehrt?«

Er schwieg einen Moment und streichelte mich zärtlich.

»Warum kann ich eigentlich deine Gedanken nicht mehr lesen?«

»Das wusste ich ja gar nicht.«

Er betrachtete mich ernst aus seinen silbernen Augen. »Mir ist es auch gerade erst bewusst geworden.«

»Hat das etwas mit Fiat zu tun?«, fragte ich.

»Vielleicht. Ich habe wegen dir die Wahrheit über Fiat auf dem sárkány nicht preisgegeben. Du willst mich jetzt bestimmt fragen warum - das spüre ich, ohne dass ich deine Gedanken lesen kann«, sagte er, wobei sich seine Grübchen vertieften. »Es ist zwar keine ideale Situation, wenn Fiat die roten Drachen anführt, aber dadurch hat der Weyr ihn wenigstens in gewissem Maß unter Kontrolle. Da er schon einmal aus dem Weyr ausgestoßen wurde, wird er jetzt die Gesetze streng befolgen.«

Ich schüttelte den Kopf. »Meiner Meinung nach hat er die Gesetze bereits gründlich verletzt, indem er Bao den Kopf abgehackt hat, statt sie herauszufordern.«

Er ergriff meine Hand, und einen Moment lang hatte ich das Gefühl, unsere Seelen berührten sich. »Das wäre korrekt, wenn Bao rechtmäßig der Wyvern der roten Drachen gewesen wäre, aber da Chuan Ren lebt, ist es zweifelhaft, ob sie auf korrekte Art und Weise an die Herrschaft gelangt ist.«

»Du meinst also, dass Fiat, der eigentlich gar nicht der Wyvern der blauen Drachen war, jetzt Baos Position übernommen hat, die auch nur Wyvern geworden ist, weil Chuan Ren nach Abbadon verbannt wurde? «

»Genau. Und deshalb könnte man Fiat eigentlich auch nur wegen Mordes an einem Mitglied der Sippe bestrafen. Und wenn ich dich dabei ins Spiel brächte, würde Fiat sich wahrscheinlich rächen.«

Ich las die Antwort in seinen Augen. »Du hast Angst, dass er dich um meinetwillen herausfordert.«

Sein Griff wurde fester. »Ich fürchte keine Herausforderung nach dem lusus naturae, mein kleiner Vogel. Du bist meine Gefährtin, und ich werde dich nie aufgeben. Aber Fiat würde dich haben wollen wegen des Stücks Drachenherz, das du in Dir trägst.«

Ich schloss einen Moment lang die Augen, und Übelkeit stieg in mir auf. »Ich verstehe, was du meinst, aber auch, wenn er der rote Wyvern ist, wird er dich um meinetwillen herausfordern. Der Weyr erlaubt ja schließlich solche Herausforderungen.«

»Deshalb habe ich ihm den Floh ins Ohr gesetzt«, antwortete Gabriel. Seine Stimme war hart. »Nur ein Wyvern kann die Gefährtin eines anderen Wyvern fordern, und ihm ist klar, dass ich weiß, wie er die Kontrolle über die roten Drachen bekommen hat. Wenn er mich deinetwillen herausfordert, werde ich einfach die Tatsache enthüllen, dass er gar kein Wyvern ist. Und so sehr er auch das Stück Drachenherz haben will, die Position des Wyvern ist ihm mehr wert.«

Ich blickte ihn bewundernd an. »Wie bin ich nur auf die Idee gekommen, dass du lediglich ein hübsches Gesicht und einen unglaublich sexy Körper besitzt?«

»Bescheidenheit war immer eine meiner größten Stärken«, erwiderte er und blickte aus dem Fenster, als das Auto vor einem Hotel hielt. »Wir sind da. Und das gerade, als ich mehr von dir hören wollte. Schade.«

»Ich dachte, wir wollten zu Drakes Haus fahren, um über alles zu sprechen«, sagte ich, als er mir aus dem Auto half.

Er lächelte mich an. »Drake hat uns gebeten, erst in ein paar Stunden zu kommen, wenn Aisling sich ausgeruht hat. Das gibt uns Zeit, zuerst miteinander...zu sprechen.«

Silver Dragons 02 - Viel Rauch um Nichts-neu-ok-26.12.11
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